Wort in den Tag

Erschöpft

Ich bin erschöpft.
Ich bin k.o.

Das Wochenende ist schon halb herum, aber meine Batterien sind noch leer.

Ich fühle mich urlaubsreif.
Ausgebrannt.

Meine Gedanken verlassen die Oberfläche und gehen in die Tiefe.
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Die Woche im Dienst war unbefriedigend.
Viel Arbeit, wenig Anerkennung.
Natürlich ist mein Gehalt ein Zeichen der Anerkennung,
aber das reicht mir nicht mehr.

In mir wächst das Gefühl, dass die Pflichten mich auffressen.
Ich tue mehr als ich eigentlich schaffe.
Ich arbeite nicht mehr mit ganzem Herzen.
Ich bin nicht voll bei der Sache.
Ich stehe nicht mehr dahinter und bin nicht mehr stolz, auf das was ich leiste.

Das „Wie“ stimmt nicht mehr.

Immer mehr rutsche ich in das Gefühl, meine Lebenszeit zu verkaufen.
Es ist wie ein Ausverkauf meines Lebens.
Mein Leben wird unter Preis verkauft.
Ich fühle mich betrogen, verkauft, aufgeliefert.

Ich fühle mich nicht mehr als Herr über mein eigenes Leben.

Es ist Zeit zum Umkehren.
Nein, die Kündigung ist nicht dran.
Ja, das zu mir selbst kommen ist dran.

Mich selbst spüren.
Selbst entscheiden.
Für mein eigenes Wohl eintreten.
Die Angst um meinen Job zum Teufel jagen.
Wieder mein Schicksal selbst in die Hand nehmen.
Mein Leben gestalten.
Mein Glück schmieden.