Wort in den Tag

Das Leben entschleunigen

Guten Morgen liebe Hörerinnen und Hörer!

Für viele hat der Berufsalltag wieder begonnen. Gerade nach der Urlaubszeit fällt der Wiedereinstieg manchem womöglich schwer. War der Urlaub gar nicht so erholsam wie erhofft? Kann man gar von Urlaubsstress reden? Und wie sieht es am Arbeitsplatz aus? Vieles hat sich angesammelt und wartet jetzt darauf erledigt zu werden. Da gerät man schnell in den roten Bereich… Vielleicht das Signal einmal einen Gang herunter zu schalten.
Downshifting – Das Leben entschleunigen – ist das Stichwort. Es bedeutet ‚runterschalten‘ in mehrfacher Hinsicht: Einmal, um den Stress aus dem Berufsleben herauszunehmen. Zum anderen, um zu überprüfen, was man wirklich braucht im Leben. Viel Energie und Zeit geht nämlich in Dinge, die nicht wirklich lebenswichtig sind. Dabei ist Zeit das eigentliche Luxusgut, das man mit keinem Geld der Welt kaufen kann.
Was kann ich tun, um einen oder mehrere Gänge herunterzuschalten? Dabei helfen einige Fragen:
Was ist mein grösster Zeitfresser? Wenn das meine Arbeit ist, was kann ich tun, um das zu ändern? Was brauche ich wirklich im Leben? Worauf kann ich verzichten? Welche Kontakte und Beziehungen sind mir wichtig? Was macht mir Spass und wofür möchte ich mehr Zeit aufbringen? Was ist der Sinn meines Lebens?
Doch Vorsicht: Hier geht es nicht darum, Zeit einzusparen, wie es in Michael Endes Buch ‚Momo‘ beschrieben wird. Es geht vielmehr darum, Zeit umzuschichten und gezielt zu investieren, manchmal eben auch ins Nichtstun. Erst dann wird sie ihre Früchte bringen…