Wort in den Tag

Warum nicht öfter loben

Guten Morgen meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer,
in der modernen Arbeitswelt wird ständig rationalisiert, um den jeweiligen Betrieb immer noch rentabler zu gestalten. Das muss sein und soll sein! Nur wird oft vergessen, dass hinter allen Zahlen nicht Automaten stehen, sondern Menschen, die je
nachdem, fünfe gerade sein lassen oder für zwei arbeiten können, die sich je nachdem als Gehaltsempfänger fühlen oder als mitverantwortlich für Erfolge und Misserfolge ihrer Firma.
Eine der besten Rationalisierungsmaßnahmen ist immer noch ein Lob zur rechten Zeit, und daran fehlt es heute oftmals in unserer schnelllebigen Zeit. Das Gefühl, der rechte Mann, die rechte Frau am rechten Platz zu sein, ist auch, in unserer angeblich so materialistischen Zeit, den Meisten mehr wert als selbst Geld. Das Gefühl, etwas zu leisten, Achtung zu genießen, macht den Job zur Aufgabe. Es wird einfach zu wenig gelobt. Aus Bosheit oder Missgunst? Nein, schlimmer! Aus reiner Gleichgültigkeit heraus.
Bernhard Shaw sagte einmal: „Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist die absolute Unmenschlichkeit.“
Ja, meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer: wie sieht bei Ihnen im Innern ihre Seele
aus? Sind Sie bereit ihren vielleicht zu voreiligen Entschluss noch einmal zu überdenken? Ich hoffe es sehr.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.