Wort in den Tag

Dienst am Frieden

Guten Morgen meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer,
einer der Hauptgründe für den Unfrieden in der Welt ist gewiss das Übermaß von Ansprüchen einzelner Menschen, einzelner Gruppen, einzelner Völker. Ebenso gewiss ist das Maßhalten in diesen Wünschen und Erwartungen. – Ein Beitrag zum Frieden.
Die wachsende Verflechtung der menschlichen Beziehung macht die gerechte Abgrenzung dessen, was in der menschlichen Gemeinschaft dem Einzelnen zukommt, immer schwieriger.
Es bedarf immer der abwägenden Überlegung, immer mehr des Gesprächs der Beteiligten. Mancher wird dabei ungeduldig. Wenn er das Gewünschte nicht sofort bekommt, greift er zur Gewalt. Was ist die Folge? Der Gewalttätige setzt sich durch.
Zeigt aber nicht die Geschichte, dass nicht die Gewalttätigen bleibende Lösungen für eine Friedensordnung fanden, sondern die, die zu einer geduldigen Aufbauarbeit bereit waren? Dazu gehört auch die Geduld im Zusammenleben mit Menschen anderer Überzeugungen, das sachliche Gespräch, der Blick für das Gute anderer und der Wille zur Zusammenarbeit.
Auch der Frieden hat seinen Preis. Ohne Opferbereitschaft gibt es keinen Frieden – denken wir immer daran.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.