Wibbelstetz: Frontmann Günter Hochgürtel im Interview

Gleich zwei CDs hat die Mundartgruppe aus der deutschen Eifel zum 30-jährigen Bestehen veröffentlicht. Wurde auch Zeit, denn dafür hat sich die Band ein ganzes Jahrzehnt Zeit gelassen.

Frontmann der Eifelrocker "Wibbelstetz": Günter Hochgürtel

Frontmann der Eifelrocker "Wibbelstetz": Günter Hochgürtel

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass die Eifelrockband „Wibbelstetz“ ihr letztes offizielles Studioalbum unter dem Titel „De Kopp voll Dröhm“ veröffentlichte. Seither war es vor allem Vordenker und Frontmann Günter Hochgürtel, der nacheinander drei Soloalben herausbrachte – auch mit Unterstützung seiner Wibbelstetz-Cracks Jürgen Schroeder, Linus Krämer, Georg Zwingmann und Michael Metzele.

Die Eifelrock-Band zählt seit Jahren so ziemlich zum Lebendigsten, was die traditionsgemäß vielfältige rheinische Musikszene zu bieten hat. Seit nunmehr drei Jahrzehnten sind die Männer um Frontmann Günter Hochgürtel mittlerweile schon unterwegs, was in der Eifeler Heimat zu einem Bekanntheitsgrad geführt hat, der nahe bei 100 Prozent liegt (Ignoranten gibt es halt überall).

Was ist nun dran an dieser fünfköpfigen Gruppe mit dem urigen Namen? Demjenigen, der des rheinischen Dialekts nicht so mächtig ist, wird zuerst die ungeheure Spielfreude auffallen, mit der Wibbelstetz bei Live-Auftritten zu Werke geht. Da gibt es einfach keine Verschnaufpause. Und vor allem keine Langeweile. Denn die stilistische Vielfalt reicht vom Swing über die Ballade mit Tiefgang bis zum erdigen Blues und fetzigen Rock.

Wer den Vorzug hatte, im Viereck Aachen-Bonn-Köln-Trier aufgewachsen zu sein, der wird außerdem seine helle Freude haben an mal komischen, mal bitterbös-ironischen, gelegentlich auch sentimentalen Geschichten, die die Eifel-Hinterwäldler in ihren Songs erzählen: Vom klüngelnden Bürgermeister, von Dorfdeppen und Mäusejagden, von feuchtfröhlichen Begräbnissen und den Freuden des Landlebens im Allgemeinen.

Dabei sind die Wibbelstetz-Shows beileibe nicht nur was für Provinzler. Auch außerhalb der Eifel hat die Band mittlerweile eine Menge eingefleischter Fans. Und täglich werden es mehr. Nur im Karneval findet man die Band nicht, das haben schon die Bläck Fööss und die Höhner versucht, die zu den Förderern von Wibbelstetz gehören. Stattdessen geht die Band lieber im Herbst auf Tournee durch die Dorfsäle und Pinten.

Was bei diesen mehrstündigen Konzerten so abgeht, ist stimmungstechnisch von den besten Karnevalssitzungen kaum zu überbieten. Will heißen: Wibbelstetz ist nicht nur in der Lage, bei Bedarf richtig Gas zu geben; man beherrscht auch die leisen Töne perfekt – darunter ein gutes Dutzend bekannter französischer Chansons.

Zugegeben: Ganz neu haben sich Wibbelstetz auf den neuen Tonträgern nicht erfunden, vielmehr ist die CD „…ansonsten in Bestform“ eher ein, wenn auch ein großartiges, Minialbum geworden, aber die Wibbelstetz-Fans kommen bei „Die wilden Jahre“ voll auf ihre Kosten: Darauf wurden die 18 besten Stücke der ersten drei Alben wieder veröffentlicht.

Wibbelstetz – offizielle Homepage

Sendetermine

Sonntag, 31. Juli: 13:00 – 14:00 Uhr
Samstag, 6. August: 10:00 – 11:00 Uhr

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bm/Textvorlage I Foto: BRF

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