Künstlertreff: Das Debüt-Album von José Valdes

José Valdes fängt da an, wo andere Künstler aufhören: Er nennt sein erstes Album "Mein Leben - Ma Vida" und gewährt schon am Anfang seiner Karriere Einblicke in sein bewegtes Leben. Das komplette Interview hören Sie an diesem Sonntag, dem 6. Juli, um 13:00 Uhr.

„Mein Leben – Ma Vida“ ist ein sehr persönliches Album mit französischen Chansons, lateinamerikanischen Klängen, Popmusik und deutschem Schlager. Um die Musik und die Texte von José Valdes wirklich zu verstehen, ist ein Blick auf das Leben und die Person des chilenischen Sängers unabdingbar. Denn das Leben schreibt schon immer die schönsten wie auch die traurigsten Lieder.

Aufgewachsen ist der 1974 geborene Künstler in sehr einfachen Verhältnissen im chilenischen Valparaiso. Seine Mutter zieht ihn und seine zwei Schwestern alleine groß, weil der Vater die Familie verlassen hatte. Um José den Besuch einer teuren Privatschule zu ermöglichen, arbeitet die Mutter Tag und Nacht als Krankenschwester in einer deutschen Klinik.

Schon mit sieben Jahren singt er, umgeben von reichen Kindern aus der Oberschicht, im Schulchor dieser privaten Schule Songs bekannter Größen der südamerikanischen Musikszene. Schon bald bessert er das Familieneinkommen auf, indem er mit Freunden an den Wochenenden auf Marktplätzen, in Cafés und in den Straßen seiner Heimatstadt singt. Der Traum von einem Leben als Sänger reift in dem kleinen Jungen schon sehr früh heran.

Mit zehn Jahren verändert sich Josés Leben grundlegend: Seine Mutter zieht mit den Kindern gegen den Widerstand des Vaters und mit Hilfe und Unterstützung eines deutschen Arztes und Freundes aus der chilenischen Klinik nach Hamburg. Sie schickt den zehnjährigen José auf eine katholische Schule, in der er durch den Musikunterricht sein Lieblingsinstrument, die Gitarre, entdeckt. Er bringt sich die Griffe und Spielweise selber bei, beginnt schon früh, seine ersten eigenen Songs zu schreiben. Die Mutter unterstützt ihn wie immer mit aller Kraft und Liebe. Sie ist auch heute noch eine der wichtigsten Personen in José Leben.

Von nun an lässt die Musik José nie mehr los. Im Jahr 2008 steigt er als festes Mitglied bei der erfolgreichen Party-Band Hot Banditoz ein. In seinen Stücken verarbeitet José seit je her sein Dasein und seine Erfahrungen – die glücklichen Tage wie auch die Schicksalsschläge. Und Nackenschläge gibt es in Josés Leben genug. Da wäre erst einmal die Trennung von seiner Frau und seinen Töchtern. Im Jahr 2011 erkrankt er an Schilddrüsenkrebs.

Und es kommt noch schlimmer: Innerhalb von anderthalb Jahren springt José dem Tod noch zwei Mal von der Schippe. Er erleidet eine Blinddarmentzündung kurz vor dem Durchbruch und später, Anfang 2013, auch noch zwei lebensgefährliche Niereninfarkte. Doch Josés Schutzengel leistet ganze Arbeit und er überlebt all diese schweren Krankheiten.

Diese Erfahrungen machen José klar, wie wichtig das Hier und Jetzt ist – immer mehr verspürt er das Bedürfnis, in seiner Musik Erfahrungen mitzuteilen und andere Menschen daran teilhaben zu lassen. Mit dieser Maxime geht es in die Zukunft.

Und José findet auch gleich einen renommierten Mitstreiter. Seine markante Stimme macht den Echo-Preisträger Matthias Hass (Annett Louisan, Roger Cicero u.a.) 2012 auf ihn aufmerksam. Hass komponiert und textet daraufhin sehr persönliche Songs, die durch Josés Gefühlswelt und Lebenserfahrungen geprägt sind. In der Musik finden sich viele südamerikanische Instrumente, die José als eigene Note sehr wichtig sind.

„Mein Leben – Mi Vida“ ist ein Album, das in seiner Glaubwürdigkeit und Intensität überrascht. Hören Sie das komplette Interview an diesem Sonntag.

José Valdes – offizielle Homepage

Sendetermine

Sonntag, 6. Juli: 13:00 – 14:00 Uhr
Samstag,12. Juli: 10:00 – 11:00 Uhr

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Foto: Dave Coba

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