Kölsch, klar und kantig
Mit BAP hat Wolfgang Niedecken Musikgeschichte geschrieben - und das auf Kölsch. Was zunächst ungewöhnlich erschien, wurde zum Markenzeichen: Songs mit Haltung, politischem Bewusstsein und poetischer Kraft. Der Durchbruch gelang Anfang der 1980er Jahre mit Alben wie "Für Usszeschnigge", die BAP weit über Köln hinaus bekannt machten.
Dabei war Niedecken früh geprägt von seinem großen Vorbild Bob Dylan - und von der Erkenntnis, dass Rockmusik mehr sein kann als nur Unterhaltung.
Kunst, Engagement und Haltung
Neben der Musik studierte Niedecken freie Malerei und verstand sich stets auch als bildender Künstler. Mit BAP wurde er, eher ungeplant, zur Stimme einer Generation: engagiert in der Friedensbewegung, kritisch gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen und klar positioniert gegen Rassismus, etwa bei der Initiative "Arsch huh, Zäng ussenander".
Auch nach Rückschlägen wie seinem Schlaganfall 2011 blieb Niedecken künstlerisch aktiv. Er kehrte auf die Bühne zurück, schrieb Bücher und setzte sich immer wieder mit seinem Idol Dylan auseinander.
Eine lange Verbindung zum BRF
Der Künstlertreff ist für Wolfgang Niedecken kein Neuland: Bereits 2018 war er zu Gast im Funkhaus in Eupen. Zudem wurde er 2005 mit der BRF-Ehrenantenne ausgezeichnet - eine Würdigung für sein musikalisches und gesellschaftliches Engagement.
Im aktuellen Gespräch geht es um 50 Jahre BAP und um prägende Momente einer außergewöhnlichen Karriere.
Sendetermine
Sonntag, 12. April: 13 - 14 Uhr
Samstag, 18. April: 10 - 11 Uhr