„Wie es mich zieht“ – Das zweite Album von Stefan Noelle

Stefan Noelle ist Liedermacher, Schlagzeuger und Percussionist. Er schreibt poetische deutsche Texte und schöne Musik. Aufgenommen mit über 30 Gästen aus der Münchner Musikszene erschien jetzt sein zweites Album.

Stefan Noelle bei BRF2 (Bild- Sylke Tegtmeier:BRF)

Stefan Noelle bei BRF2 (Bild- Sylke Tegtmeier:BRF)

Stefan Noelle ist einer der vielseitigsten Musiker der Münchner Szene. Man sieht ihn mit Jazz-Kollegen wie Mulo Francel oder Tom Reinbrecht, hört ihn im Soundtrack von Rosenmüller-Filmen (zuletzt: „Trautmann“) oder begegnet ihm in Crossover-Projekten wie der Band des ägyptischen Geigers Ahmed Mounib oder der Unterbiberger Hofmusik. Mit Neugier wandte sich der Schlagzeuger in den letzten Jahren der orientalischen Percussion zu, nebenbei spielt er Gitarre, Klarinette und Saxophon.

Mit seinem Duo „Unsere Lieblinge“ spielte und sang Noelle über 1.600 Konzert-, Theater-, Kabarett- und Literaturabende zwischen Venedig, Wien und Wilhelmshaven. So begleitete er auch diverse Theaterproduktionen. 2005 erhielt Stefan Noelle als Komponist der Musik des Kinofilms „Aus der Tiefe des Raumes“ eine Nominierung zum Deutschen Filmpreis. 2019 kreierte er als Solo-Schlagwerker die Bühnenmusik für „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke „(Regie: Gil Mehmert) am Metropoltheater, ausgezeichnet bei den Privattheatertagen Hamburg mit dem Monica-Bleibtreu-Preis.

Nach dem Besuch der Textdichter-Masterclass „Celler Schule“ besann sich Stefan Noelle 2011 auf seine Liebe zur deutschen Sprache und schreibt seither poetische Lieder und Chansons. Seine Debüt-CD als Liedermacher „Meinetwegen im Regen“ wurde 2016 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Seit 2013 ist er Gastgeber der erfolgreichen Nachbarschafts-Jazz-Reihe „Be My Guest“ am Münchner Ackermannbogen. 2016 startete er obendrein seine Songwriter-Matinee „Das Lied zum Sonntag“. Für dieses Engagement erhielt er 2018 eine Nominierung für den „Tassilo“-Preis der Süddeutschen Zeitung.

Das zweite Album erschien jetzt nach diversen Pandemie-bedingten Verschiebungen. Hierfür verbindet Stefan Noelle seine musikalische Poesie mit seiner guten Vernetzung innerhalb der Münchner Musikszene. Sie bereichern die 13 Lieder des Albums mit ihren individuellen Farben und sorgen für extrem facettenreiche Musik mit Anleihen aus Pop, Folk und Country sowie ein paar jazzigen Tupfern. Seltene Saiteninstrumente wie Harfe, Barocklaute und Oud, Blechbläser und Streicher untermalen Stefan Noelles gesungene Poesie, die alles zusammenhält. Es ist Stefan Noelles Hommage an die Münchner Musikszene und an das künstlerische Miteinander an sich.

Die Songs thematisieren Alltagsbeobachtungen und unsentimental-komische Kindheitserinnerungen, oder sie streifen die Pandemie-Thematik . Stefan Noelle setzt dem Inneren des Münchner Olympiaparks ein musikalisches Denkmal („Die Trümmer dieser Stadt“) und weigert sich, sein Deutsch-Sein von den Rechtsradikalen vereinnahmen zu lassen („Muss ich jetzt was sagen?“). Mit Geigen und Posaunen orchestriert, erinnert „Der Schnee“ fast an Udo Jürgens.

Begleitet wurden die Aufnahmesessions im legendären Mastermix-Studio Unterföhring von der bekannten Musik-Fotografin Lena Semmelroggen. Aus ihren Bildern, die den Spirit dieser Studiotage kongenial einfangen, wird kein normales „Booklet“. Das Album erscheint als gebundenes 64-Seiten-Fotobuch im Format 31 x 31 cm, dem der Tonträger als CD oder Vinyl-LP beiliegt. In einer Zeit, in der ein einzeln veröffentlichter Track täglich den nächsten jagt, geht Stefan Noelle also den umgekehrten Weg und produziert ein handwerkliches Gesamtkunstwerk.

Stefan Noelle – Homepage

„Wie es mich zieht“ – Titelsong aus dem gleichnamigen Album auf YouTube

Sendetermine

Sonntag, 9. Oktober: 13:00 – 14:00 Uhr
Samstag, 15. Oktober: 10:00 – 11:00 Uhr

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Biggi Müller (Textvorlage)