„Sternschwimmer“ heißt das neue Album von Ella Endlich

Mit ihrem ersten Hit als Märchenprinzessin wurde Ella Endlich in eine Schublade gesteckt. Mit dem neuen Album will sie sich daraus befreien. Die fünfzehn Songs sind ein Bilderbuch, vielfältig und facettenreich und läuten die Zeit der Veränderung ein.

Ella Endlich im BRF2 Studio

Ella Endlich stellt ihr neues Album vor (Bild: Mandy Michaelis/BRF)

Beim Namen Ella Endlich werden viele vor allem ein Bild im Kopf haben – und doch kennt man sie in so vielen Rollen. Nicht nur als die Märchenprinzessin mit dem großen Schlagererfolg, sondern auch als Samba Queen bei „Let‘s Dance“, als Zebra bei „The Masked Singer“ und aus DSDS. Sie ist Sängerin und Tänzerin, sie ist Songwriterin und eine umtriebige Kreative – und doch versuchen Menschen immer eine Schublade für sie zu finden. Ein Bild setzt sich schnell fest. Und gerade deswegen: Wer ist Ella Endlich eigentlich?

Ihr neues Album „Sternschwimmer“ ist eine Suche nach ihr und gleichzeitig der Ausdruck einer Befreiung. Und diese ist nicht zu Ende, im Gegenteil. Wer Ella ist? „Das finde ich gemeinsam mit euch heraus!“, verspricht sie und gibt das Motto vor. Lasst uns sie uns von allen Einordnungen befreien: „Unlabel me! Free Ella!“

Nicht nur deswegen ist „Sternschwimmer“ mit keinem anderen ihrer Alben zu vergleichen. Ella Endlich hat vor fünf Jahren beschlossen ihr Leben zu ändern und daraufhin das Label „Unendlich Musik“ gegründet. „Ich wollte endlich die Verantwortung für alles, was man von mir hört, für alles was ich schreibe, für alles was Ella Endlich ist. Ich wollte eine andere Qualität.“ Zum Beispiel mit Produzenten arbeiten, die sie wirklich weiterbringen. Musik machen, die nicht marktgerecht sein muss. Ella wollte und will so viel Freiheit wie möglich- vor allem bei ihren Texten. So kam die Pandemie und der Lockdown für sie in einer Phase, in der sie aus der Not eine Tugend machen konnte. „Ich hatte viel Zeit und viel Raum in der Isolation. Alleine zuhause – das hat seinen Wert.“ Sie konnte sich ausprobieren, ohne Dinge gleich in Stein meißeln zu müssen, sie konnte sich Beats schicken lassen und mit ihnen spielen, ohne gleich mit anderen zusammen Entscheidungen zu treffen.

An ihrer Seite standen dabei der Mannheimer Produzent Felix Schüler, der Sounddesigner Ole Sturm und Matthias Heising aus Berlin, die dabei halfen, diese neue Vision umzusetzen. So strotzt „Sternschwimmer“ nur von beeindruckender Vielfalt. Ihre Freunde sagen, dass „Sternschwimmer“ kein Schlageralbum ist. Und sie haben Recht. „Auf dem Weg der Entstehung habe ich gemerkt, wohin ich mich bewege und ging einfach weiter. Ich wollte mich nicht in meinem alten Fahrwasser bewegen. Ich hatte einen Hit, der hat mich im Schlager angesiedelt. Aber ich wusste, dass ich da immer nur eine Durchreisende war.“ Dabei bewertet sie Schlager nicht negativ, im Gegenteil. Und auch Pop bedeutet nicht automatisch, dass alles besser ist. „Aber es ist einfach das größere Becken, in dem mehr Farben erlaubt sind.“

Zweieinhalb Jahre hat Ella an „Sternschwimmer“ gearbeitet. So sind es fünfzehn einzigartige Lieder geworden.  So wird das neue Album zu einem Bilderbuch der Zeit, vielfältig und facettenreich. Es war eine Zeit der Veränderung, der intensiven Gefühle und der neuen Einsichten. Stürmisch und wild, verwirrend und lebendig. „Ich kann mit ihm immer zurückschauen“, sagt sie. Wer also Ella Endlich noch immer nur als die Märchenprinzessin sehen möchte, der verpasst viel. Denn sie ist endlich frei. Und den Rest finden wir mit ihr zusammen heraus.

Ella Endlich – Homepage

Sendetermine

Sonntag, 10. Juli: 13:00 – 14:00 Uhr
Samstag, 16. Juli: 10:00 – 11:00 Uhr

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Biggi Müller (Textvorlage)