Planschemalöör machen „Surfpop op kölsch“

Der Bandname klingt wie ein Badeunfall. Bei BRF2 stellen die Kölner Musiker ihr Debütalbum "Poolparty" mit dem freizügigen, frechen Cover vor. Die Single "Annabella" ist erfolgreich in der karnevalistischen Hitparade vertreten.

Pierre und Juri (vl) stellen das erste Album ihrer Band "Planschemalöör" vor

Pierre und Juri (vl) stellen das erste Album ihrer Band "Planschemalöör" vor (Bild: BRF)

Klingt nach einem Badeunfall. Ist es auch! Hinter dem Badeunfall steckt die Band, bestehend aus Mathis (Schlagzeug), Alex (Bass), Pierre (Gitarre) und Juri (Gesang). Die vier Jungs machen „Surfpop op kölsch“ und begeistern seit April 2018 mit viel Charme, Boybandanmutenden Tanzchoreos und ihrer ansteckenden Spielfreude auf den Bühnen der Stadt. Wie es zum Namen „Planschemalöör“ kam für ihre heute eher kölschen Lieder, geht auf Erfahrungen in Australien zurück. Dort gibt es viel Wasser, aber wenig Toiletten und da kann auch schon mal ein Malheur passieren.

Pierre und Juri, die beiden Interviewpartner im Künstlertreff, kennen sich schon seit mehr als sieben Jahren, sie haben früher textlastige Liedermacherlieder und Indiepopmusik gemacht. Gemeinsam mit Mathis reisten sie als Straßenmusiker durch Australien. Im Februar 2018 hat sich dann das Quartett  gegründet. Dass die Jungs jetzt in Sachen Karneval unterwegs sind, hat sich eher ergeben, denn sie stammen überhaupt nicht aus der Kölner Musikszene. Den Karneval hatten sie vorher nur auf der Straße gefeiert und irgendwann sind sie ungeplant in dieses Genre reingerutscht.  Schon in der Session 2018/2019 wurden die Vier hoch gehandelt. Ihre Single „Heimat“ löste beim Publikum große Begeisterung aus.

Mit nur zwei Liedern in der Tasche hat das Quartett dann Konzerte zugesagt und setzten sich so selbst unter Druck, noch mehr Lieder zu schreiben. Herausgekommen ist das Album „Poolparty“. Auffallend ist das Cover: Alle Vier sind nackt und halten ganz neckisch eine große Eistüte vor ihre Blößen. Das hat übrigens Tradition, dass die Vier sich aus Spaß an der Freude entblößen. Wenn sie bei Foto-Shootings viel Zeit miteinander verbringen, fliegen irgendwann aus Übermut Klamotten durch die Gegend. Das Publikum fühlt sich manchmal auch animiert, abzulegen. Juri wurde auf der Bühne sogar schon einmal ein BH zugeworfen. Dafür hat er sich herzlich bedankt.

Die Freude bei Planschemalöör ist groß, nicht nur, weil sie jetzt mit eigenen Liedern punkten können, sondern auch, dass sie machen können, wozu sie Lust haben und was ihnen großen Spaß macht: Musik! Da wird jeder denkbare Plan B erst mal auf die lange Bank geschoben. Kurz gesagt: Planschen macht glücklich!

Mit der befreundeten Band Cat Ballou gehen sie gemeinsam auf Tour und auch die Paveier haben sie schon auf ihrer Weihnachtstour begleitet. Wenn die Session zu Ende geht, dann ist aber erst mal eine Pause angesagt. Sänger Juri will jedenfalls rund zwei Wochen nicht singen und sich schonen, bis sich die Lebensgeister wieder zurückmelden. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

Planschemalöör – offizielle Homepage

Sendetermine

Sonntag, 16. Februar: 13:00 – 14:00 Uhr
Samstag, 22. Februar: 10:00 – 11:00 Uhr
Rosenmontag, 24. Februar: 18:00 – 19:00 Uhr

Biggi Müller/Horst Senker

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